Prüfung mit Luft

Die Luftdruckprüfung kommt in erster Linie bei Neubauten zum Einsatz, da dort gute Absperrmöglichkeiten im Leitungsnetz vorhanden sind - ältere Gebäude bieten dies häufig nicht.

Die Abwasserleitungen werden an allen Einleitungsstellen abgedichtet und mit Luftdruck beaufschlagt.

Im Gegensatz zur Prüfung mit Wasser beansprucht der Check mit Luft weniger Zeit. Allerdings können hier keine abschließenden Aussagen zum Grad der Undichtigkeit getroffen werden, da die Luft sehr schnell entweicht, wenn die Leitungen undicht sind. Zudem besteht die Gefahr eines fälschlicherweise negativen Testergebnisses, wenn die Dichtelemente z. B. durch Ablagerungen in den Leitungen nicht vollständig abdichten.

Der Sachkundige ermittelt u. a. in Abhängigkeit des Rohrdurchmessers die Prüfzeit und den zulässigen Druckverlust. Wenn der Druckverlust in einem bestimmten Zeitraum unterhalb des zulässigen Werts bleibt, ist das Grundleitungsnetz dicht.

Die Prüfkriterien sind in der DIN EN 1610 und im ATV-DVWK M143 Teil 6 bestimmt.

Aus sicherheitstechnischen Bestimmungen werden Schächte und Inspektionsöffnungen nur mit Wasser auf ihre Dichtheit überprüft.

  Dichtheitsprüfung - Prüfung