Prüfung mit Wasser

Bei der Prüfung mit Wasser können zwei Methoden eingesetzt werden:

Wasserfüllstandsmessung und Wasserdruckprüfung.

Bei der Wasserfüllstandsmessung sperrt der Sachkundige die Grundleitung mit einer Blase ab. Die Leitung wird anschließend bis zur Oberkante des tiefsten Entwässerungsgegenstandes, z. B. einem Bodenablauf, oder bis zur Unterkante der Reinigungsöffnung in der Fallleitung mit Wasser aufgefüllt. Sinkt der Wasserstand z. B. im Bodenablauf ab, ist die Leitung undicht. Gewisse Wasserverluste sind erlaubt.

Der Sachkundige füllt den Bodenablauf bis zum Ende der Prüfzeit immer wieder auf und misst die zugegebene Wassermenge. Wenn mehr Wasser als erlaubt zugegeben werden muss, ist die Dichtheitsprüfung nicht bestanden. Hausbesitzer können bei dieser Überprüfung durch die Beobachtung des Wasserspiegels selbst Anhaltspunkte über die Dichtheit der Leitungen erhalten.

Als Alternative kommt die Wasserdruckprüfung zum Einsatz, bei der ein geringer Überdruck (50 cm über dem Rohrscheitel) aufgebaut wird.

Bei Neubauten und Abwasseranlagen in den Wasserschutzzonen I und II gelten höhere Anforderungen an die Prüfungen, z. B. an die Prüfzeit. Die Prüfkriterien sind in der DIN 1986 Teil 30 für Altbauten und in der DIN EN 1610 (Neubauten) aufgeführt.

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