Checkliste Dränagen

Diese Hinweise sollten Sie beachten:

  • Für die Absenkung des Grundwassers bzw. die mittelbare Einwirkung auf das Grundwasser durch die Dränage müssen Sie eine Erlaubnis der Unteren Wasserbehörde (Kreis Warendorf) einholen. Dies gilt auch, wenn sie Dränagewasser in ein Gewässer einleiten oder auf Ihrem Grundstück versickern lassen wollen. In diesem Fall sollten Sie sich noch in der Planungsphase an die Behörde wenden.
     
  • Eventuell ist eine Einleitung des Dränagewassers in den öffentlichen Regenwasserkanal möglich. Dafür brauchen Sie die Erlaubnis der Stadt Warendorf. Die Einleitung von Dränagewasser in einen Mischwasserkanal ist grundsätzlich nicht zulässig.
     
  • Haben Sie von der Stadt Warendorf eine Erlaubnis zur Einleitung des Dränagewassers erhalten, kann diese widerrufen werden. Sie haben keinen Bestandsschutz. Planen sie die Abdichtung Ihres Gebäudes deshalb so, dass Sie auf eine Dränagewasserableitung ggf. auch ganz verzichten könnten.
     
  • Für die Einleitung von Grund- oder Dränagewasser in einen Schmutzwasser- oder Mischwasserkanal werden Sie keine Erlaubnis erhalten. Diese Kanäle und die Kläranlage sind hierfür nicht ausgelegt. Das abzuleitende Dränagewasser kann ein Vielfaches des üblichen Schmutzwassers betragen, der in Warendorf durchschnittlich 115 Liter pro Einwohner und Tag beträgt. Wird Grund- und Dränagewasser in den Schmutz-/Mischwasserkanal geleitet, kann es zu hydraulischen Problemen in der Kanalisation kommen, die nicht selten auch zu Rückstauproblemen auf den Grundstücken führen. Die Kläranlage ist für das stark verdünnte Abwasser ebenfalls nicht ausgelegt und die Reinigungsleistung wird schlechter. Außerdem entstehen höhere Kosten, die schließlich auf die Schmutzwassergebühren umgelegt werden müssen. Stellt die Stadt Warendorf fest, dass Sie Grund- und Dränagewasser unerlaubt einleiten, kann sie die weitere Einleitung untersagen, da dies entsprechend in der städtischen Entwässerungssatzung geregelt ist.
     
  • Sollte Ihr Architekt eine Dränage eingeplant haben, empfiehlt es sich genau zu überprüfen, wohin das Dränagewasser abgeleitet werden soll. Checken Sie, ob alle erforderlichen Genehmigungen und Erlaubnisse vorliegen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sie auf dem Dränagewasser „sitzen" bleiben.