Dränagen

Grund-, Stau, Schicht- und Sickerwasser im Erdreich können ein Gebäude gefährden und zu Vernässungsschäden führen. Ergänzend zur Gebäudeabdichtung wird oftmals eine Dränage eingebaut, die das Wasser von den Kellerwänden und der Kellersohle fernhält. Eine Dränage eignet sich allerdings nur gegen Stau-, Sicker- und Schichtwasser. Wenn Grundwasser die Gebäudesohle berührt oder der höchste bekannte Wasserstand ist weniger als 30 cm von der Oberkante der Sohlplatte entfernt, ist eine Dränage wirkungslos. Sie würde dann im Grundwasser liegen und könnte das Gebäude nicht mehr ausreichend vor Vernässung schützen.

Insbesondere ist zu beachten, dass die Ableitung des Dränagewassers in die öffentliche Kanalisation in Warendorf nicht zulässig ist.

Beim Neubau eines Hauses muss die Planung durch den Architekten eine fachlich richtige, vollständige und dauerhafte Abdichtung gegen Grund- und Oberflächenwasser gewährleisten. Eine Dränage ersetzt aber nicht eine hochwertige und oftmals teure Bauwerksabdichtung. An dieser Stelle Kosten zu reduzieren bedeutet, dass am falschen Ende gespart wird. Es können hohe Folgekosten auftreten, wenn z. B. die Dränagewasserableitung nicht gesichert ist oder die Dränage nicht dauerhaft funktioniert, z. B. da sie nicht ausreichend gespült werden kann.