Checkliste Kellerabdichtungen

Diese Hinweise sollten Sie beachten:

  • Wenn Sie bauen wollen, informieren Sie sich rechtzeitig über die langjährige Grundwassersituation und die Baugrundverhältnisse im Baugebiet.
     
  • Wenn Sie einen Architekten beauftragt haben, so ist dieser verpflichtet, sich umfassend über die Grundwasserstände zu informieren. Seine Planung muss eine fachlich richtige, vollständige und dauerhafte Abdichtung gegen Grund- und Oberflächenwasser gewährleisten.
     
  • Der Architekt muss die Planung des Bauvorhabens nach dem höchsten bekannten Grundwasserstand ausrichten - auch wenn dieser seit Jahren nicht mehr erreicht worden ist. Eine Baugrunduntersuchung zur Feststellung des aktuellen Grundwasserstands ist nur eine Momentaufnahme und reicht als Planungsgrundlage nicht aus.
     
  • Wenn der höchste bekannte Grundwasserstand weniger als 30 cm von der Oberkante der Sohlplatte entfernt ist, liegt sogenanntes „drückendes Grundwasser" vor. In diesem Fall ist es besonders wichtig, sich über eine ausreichende Abdichtung des Gebäudes beraten zu lassen. Nachträgliche Sanierungsmaßnahmen sind sehr aufwändig und teuer. Angesichts der hohen Kosten, die beim Bau eines Kellers im Grundwasser auf Sie zukommen, sollten Sie abwägen, ggf. ganz auf einen Keller zu verzichten.
     
  • Wenn Sie bei einem Neubau zusätzlich den Bau einer Dränage einplanen oder diese nachträglich einbauen, beachten Sie Folgendes: Für die Absenkung des Grundwassers wird eine Erlaubnis von der Unteren Wasserbehörde (Kreis Warendorf) benötigt. Die Einleitung des Dränagewassers in die öffentliche Kanalisation ist nicht zulässig.
     
  • Da die Kosten für eine nachträgliche Abdichtung des Kellers erheblich sein können, kann es sich lohnen, einen von der ausführenden Firma unabhängigen Sachverständigen einzuschalten und sich eingehend beraten zu lassen.
     
  • Lassen Sie die fachgerechte Ausführung der Abdichtung Ihres Neu- oder Altbaus intensiv überwachen.