Kellerabdichtungen

Eindringendes Grundwasser ist der „Feind" des Hauses. Um trockenen Fußes durch das Gebäude zu kommen, muss der Architekt schon in der Planungsphase den höchsten bekannten Grundwasserstand berücksichtigen. Informationen dazu liefert z. B. der Geologische Dienst NRW Auch die Daten der Baugrunduntersuchung sollten in das Konzept mit „einfließen".

Gebäude werden mit der „Weißen Wanne" oder „Schwarzen Wanne" abgedichtet.

  • „Weiße Wanne":

    Bodenplatte und Außenwände werden als geschlossene Wanne aus wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton) hergestellt. Dieser Baustoff verfügt über einen sehr hohen Wassereindringungswiderstand. Als Richtlinie für diese Bauweise gelten DIN EN 206-1, DIN 1045-2 und die Vorgaben des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton (DAfStB-Richtlinie) in „Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton (WU-Richtlinie) (2003-11)".

  • „Schwarze Wanne":

    Die Abdichtung der Gebäudeteile erfolgt auf allen Seiten mit Dichtungsbahnen aus Bitumen oder Kunststoff. Hier greift die DIN 18195.

Technisch schwierig und teuer ist die nachträgliche Abdichtung von Kellern.

Dichtheitsprüfung - undichter Keller

Die Kellersohlen von Altbauten lassen sich nachträglich nur bedingt von außen vor eindringendem  Wasser schützen. Zur Außenabdichtung von Außenwänden muss um das Haus herum aufgegraben werden. Die Kellerwände werden dann mit Bitumenbahnen abgedichtet.

Lokale Undichtigkeiten können durch das Injektionsverfahren von innen abgedichtet werden.

Eine kostenintensive Variante ist die Innentrogabdichtung. Nicht so tief ins Portemonnaie müssen Immobilienbesitzer greifen, wenn bituminöse Abdichtungen auf der Sohle aufgebracht werden.