Checkliste Zugänglichkeiten

Diese Hinweise sollten Sie beachten:

  • Vermeiden Sie bei einem Gebäude mit Keller unzugängliche Grundleitungen und verlegen Sie stattdessen zugängliche Sammelleitungen. Diese können unter der Kellerdecke oder an der Kellerwand entlang abgehängt werden.
     
  • Es sollten zusätzliche Reinigungsöffnungen im Bereich von starken Grundleitungsumlenkungen eingebaut werden. So lassen sich die Leitungen besser inspizieren und ggf. notwendige Wasserdichtheitsprüfungen und Reinigungsarbeiten, z. B. bei einer Verstopfung, werden ermöglicht.
     
  • Fehlende Zugänglichkeiten müssen ggf. nachträglich geschaffen werden, wenn Reinigung und Dichtheitsprüfung wegen mangelnden Zugangs zur Abwasseranlage nicht durchführbar sind. Schon der Abbau eines Waschbeckens oder einer Toilette reicht dafür manchmal aus. In einigen Fällen müssen jedoch so genannte „Kopflöcher" errichtet werden, die anschließend wieder fachgerecht und dicht verschlossen werden müssen. Die Kosten dafür sind nicht unerheblich. Wenn Ihr Keller aus wasserundurchlässigem Beton gebaut wurde oder das Grundwasser ansteht, besteht das Risiko langfristig nicht dichter Kopflöcher. Diese Probleme räumen Sie schon im Vorfeld aus der Welt, wenn Sie genügend Zugänglichkeiten zu Ihrer Abwasseranlage einplanen. Langfristig sparen Sie so Geld ein.
     
  • Bestehen Sie bei der Planung eines Einsteigschachtes, bei dem das Abwasser in einem geschlossenen Rohr durchgeführt wird, darauf, dass die Revisionsöffnung im Schacht nicht direkt an der Schachtwand angebracht wird. Weisen Sie die ausführende Firma zudem darauf hin, dass die Revisionsöffnung groß genug dimensioniert sein muss, um die handelsüblichen Dichtheitsprüfungsgeräte in die Leitungen einzubringen.
     
  • Die Dichtheitsprüfung wird erschwert, wenn unmittelbar hinter dem Kontrollschacht im Schacht ein Dimensionswechsel der Leitungen (z. B. von DN 150 auf DN 125 oder DN 100) erfolgt. Möglicherweise ist es dann schwierig, die Prüfgeräte einzuführen oder fachgerecht zu positionieren.
     
  • Verbauen oder verkleiden Sie die Zugänglichkeiten zu Ihrer Abwasseranlage nicht mit Rigipsplatten oder ähnlichen Materialien. Achten Sie immer darauf, dass die Zugänglichkeiten leicht erreichbar bleiben.
     
  • Beim Neubau eines Hauses empfiehlt es sich dringend, einen Bestandsplan über alle vorhandenen Zugänglichkeiten, die Leitungsführung, die Nennweiten und die Materialien der Abwasseranlage zu erstellen. In diesem Plan gehört auch eine eventuell eingebaute Dränage aufgeführt und wohin das Wasser daraus abgeleitet wird. Bedenken Sie, dass Dränagen grundsätzlich nicht zugelassen sind und im Vorfeld eine Abstimmung mit dem Abwasserbetrieb Warendorf und evtl. dem Bauamt zu erfolgen hat. Schreiben Sie diesen Bestandsplan nach der Sanierung Ihrer Abwasseranlage oder nach einem Umbau Ihres Hauses fort. Bewahren Sie den Plan sicher und unbegrenzt auf.