Zugänglichkeiten

An die Zukunft denken! In der Zukunft lassen sich leicht Kosten sparen, wenn ausreichend Zugangsmöglichkeiten zur Abwasseranlage geschaffen werden. Besonders ein Neubau bietet diese Chance. Aber auch die Sanierung eröffnet die Möglichkeit, zusätzliche Zugänge zu schaffen, die späteres Untersuchen oder Sanieren erleichtern.

Die Kosten für das Untersuchen und Sanieren einer Abwasseranlage hängen zu einem großen Teil  von der Anzahl und der Lage der Zugänge ab. Sind diese groß genug, gut zu erreichen und in ausreichender Anzahl vorhanden, können die Leitungen in der Regel vollständig gereinigt, untersucht und im Schadensfall ohne großen Aufwand saniert werden.

Die Zugänge zur Abwasseranlage werden in drei Kategorien unterteilt:

  • Einsteigschächte, die einen Zugang von Personal ermöglichen (DN/ID ≥ 800 bis 1000)

  • Inspektionsöffnungen, die nur das Einbringen von Reinigungsgerät, Inspektions- und Prüfausrüstung erlauben (DN/ID ≥ 300 bis < 800)

  • Reinigungsöffnungen, die z. B. in Grund- und Sammelleitungen eingebaut werden

Die genauen Anforderungen an Anzahl, Ausführung und Lage der Zugänge sind in den Normen DIN 1886-100 und DIN EN 476 aufgeführt.

In Warendorf ist ein Kontrollschacht mindestens mit einem Durchmesser von 400 mm außerhalb des Gebäudes zu betreiben. Lediglich in Ausnahmefällen kann auf Antrag  von der Errichtung eines Kontrollschachtes außerhalb von Gebäuden abgesehen werden.