Prävention

Der Neubau  eines Hauses oder die Sanierung der Abwasseranlage bietet die Chance auf einen „Neuanfang". In Altbauten treten häufig Probleme beim Reinigen, der Dichtheitsprüfung und beim Sanieren auf, da dort Zugangsmöglichkeiten fehlen und die Nennweiten (Durchmesser) der Rohre nicht groß genug sind. Die Sanierung bietet die Gelegenheit, diese Schwachstellen auszumerzen. Beim Neubau kann von vorne herein so geplant werden, dass diese Probleme erst gar nicht auftreten.

Es lassen sich eine ganze Reihe von Präventivmaßnahmen ergreifen:

  • Beim Neubau eines Hauses oder wenn die Leitungen saniert werden, sollte darauf geachtet werden, dass genügend Zugangsmöglichkeiten eingeplant werden und der Rohrdurchmesser ausreichend groß ist. So kann beispielsweise die Dichtheitsprüfung auch in Zukunft mit recht geringem Aufwand durchgeführt werden.

  • Wenn möglich sollten keine Abwasserleitungen unter die Bodenplatte gelegt werden, sondern unter der Kellerdecke abgehängt werden. Dies hat den Vorteil, dass diese Leitungen nie wieder auf Dichtheit geprüft werden müssen.

  • Kann auf Grundleitungen unter der Bodenplatte nicht verzichtet werden, sollte sichergestellt werden, dass diese nicht zu stark verzweigt oder in vielen hintereinander liegenden Bögen gelegt werden. Eine später eventuell nötige Sanierung ist dann ggf. in grabenloser Bauweise möglich, was wesentlich günstiger ist.

  • Nach dem Sanieren der Leitungen kann das Grundwasser ansteigen und den Keller gefährden. Hausbesitzer und Bauherren können schon im Vorfeld Maßnahmen ergreifen, um gar nicht erst nasse Füße zu bekommen. Weitere Informationen zum Abdichten des Kellers lassen sich hier nachlesen.