Vorbereitung der Dichtheitsprüfung

Der Verfahrensablauf einer Dichtheitsprüfung findet normalerweise in drei Schritten statt: Bestandsaufnahme, Reinigung und schließlich die Dichtheitsprüfung mit TV-Inspektion oder Prüfung mit Wasser oder Luft.

Bestandsaufnahme

Zunächst soll der Grundstückseigentümer eine Bestandsaufnahme seiner Abwasserleitungen vornehmen. Er sollte alle Planunterlagen seiner Entwässerungsleitungen zusammenstellen. Wenn keine eigenen Unterlagen mehr vorhanden sind, könnten beim Abwasserbetrieb noch Entwässerungspläne archiviert sein.

Sollte nichts mehr vorhanden sein, sollte alles Bekannte in einer Lageplanskizze aufgezeichnet werden, damit die Arbeiten der Sachkundigen unterstützt werden können.

Reinigung

Bevor es ans „Eingemachte" - sprich die Dichtheitsprüfung - geht, müssen Leitungen und Schächte gründlich gereinigt werden. Lose Ablagerungen und ausgehärtetes Fett können die Sicht der Kamera behindern und dazu führen, dass Schäden nicht erkannt oder falsch eingeschätzt werden. Unter Umständen kommt die Kamera durch die Ablagerungen nicht weiter und die TV-Inspektion muss abgebrochen werden.

Als Reinigungsmethode kommt die Hochdruckspülung zum Einsatz. Der Kanalreiniger dosiert hier den Druck so, dass es zu keinen Schäden an den Leitungen kommt. Bei diesem Vorgehen wird eine kleine Düse an einem Schlauch durch die Leitungen gezogen. Der Wasserstrahl löst die Ablagerungen von der Rohrwandung. Diese werden von dem ablaufenden Wasser abgeschwemmt.  Das Spülgut wird vom Kanalreiniger entsorgt. Üblicherweise muss dieser Vorgang mehrmals wiederholt werden. Gespült wird in der Regel vom Kontrollschacht oder der Inspektionsöffnung aus.

Da die Reinigung unmittelbar vor der Dichtheitsprüfung stattfinden muss, sollten die Arbeiten genau aufeinander abgestimmt werden.