Rattenproblematik

Ratten resistent gegen die meisten Ködergifte ?

Ratten haben sich eng an den Menschen angeschlossen und sich in seinem Gefolge fast über die ganze Welt verbreitet. Das Zusammenleben ist nicht unproblematisch, denn Ratten sind Überträger vieler Krankheiten und gelten deshalb als Schädlinge, die bekämpft werden müssen. Die sog. Kanalratten lassen sich jedoch kaum ausrotten und werden deshalb auch weiterhin unsere ungeliebten Nachbarn bleiben. In unseren Siedlungen leben sie hauptsächlich in den Abwasserkanälen, wo sie sich von Küchenabfällen ernähren und ihre Nester aus Papier, Watte oder ähnlichen Stoffen bauen.

Dazu suchen sie sich einen trockenen Platz.  Rohr mit Ratte Wird ein Abwasserrohr defekt, so dringen die Ratten durch die genagten Öffnungen in umgebende Räume und erzeugen erhebliche Zerstörungen. Sie können auch aus Toiletten oder Fußbodenentwässerungsabdeckungen in Wohnungen gelangen. Die oberen Stockwerke eines Hauses sind davon keinesfalls ausgeschlossen. Angelockt werden die Ratten hauptsächlich durch Essensreste, die über die Toilette entsorgt werden. Die Vorsicht dieser Tiere allem Neuen gegenüber macht die Rattenbekämpfung so schwierig. Beobachten Ratten, dass ein Artgenosse beim Fressen stirbt, rühren die anderen Tiere den Köder nicht mehr an. Deshalb benutzt man Gifte, deren Wirkung erst nach einigen Tagen einsetzt. Rattenbekämpfung bringt jedoch nur kurzfristig etwas. Ein halbes Jahr nach einer Vernichtung von 90 % der Tiere kann ein Volk seine alte Bestandsstärke wieder erreicht haben. Besser ist es deshalb, Rattenbefall vorbeugend zu verhindern. Dazu sollte man Abfälle niemals offen ablegen, Mülltonnen immer schließen, keine gekochten Speisereste oder Fleisch auf den Komposthaufen geben und Nahrungsreste nicht über die Toilette entsorgen.

In der Kanalisation der Stadt Warendorf wird vom Abwasserbetrieb seit 2007 bedarfsorientiert Rattenbekämpfung durch das Auslegen von Ködern in den Kanalschächten durchgeführt.

Weitere Informationen zur Rattenbekämpfung bzw. wie man dem Rattenbefall vorbeugen kann, finden Sie   hier.

Was ist zu tun bei Rattenbefall?

Rattenbefall muss aufgrund der Gesundheitsgefahr gemeldet werden. Die Meldung kann telefonisch unter der Rufnummer 02581-54-1716, per E-mail unter der Adresse info@aw-waf.de, oder auch persönlich oder per Brief an den Abwasserbetrieb erfolgen.

Für Grundstückseigentümer besteht die Verpflichtung, eine Bekämpfung durchzuführen (siehe Infektionsschutzgesetz §16ff).

Wie können Ratten bekämpft werden?

Ratte ©Nino Pavisic - Fotolia 1. Einzelne Tiere im Haus können mit Rattenfallen bekämpft werden (Schlagfallen oder Lebendfallen).

2. Ratten auf dem Grundstück:
Wenn ein Befall festgestellt wird, sollte der Kompost sofort umgesetzt und die reife Komposterde im Garten verteilt werden. Das Nest ist zu entfernen. Ein neuer Komposthaufen ist möglichst an einer anderen Stelle im Garten aufzusetzen. Hilfreich ist, einen geschlossenen Komposter mit einem engmaschigen Metallgitter am Boden zu verwenden, damit die Nager nicht eindringen können. In sehr hartnäckigen Fällen sollte vorübergehend auf die Biotonne umgestiegen werden.