Kanalerneuerung Walgernweg

Veröffentlicht am: 18.06.2013
Im Walgernweg wird zwischen den Straßen ,Im Grünen Grund‘ und ,Freckenhorster Straße‘ auf einer Länge von 603 m der vorhandene Mischwasserkanal erneuert. Die Kanalbaumaßnahme wird aus Gründen der Vereinfachung und Kosteneinsparung zusammen mit der Fahrbahnerneuerung durch die Stadt Warendorf, Gebäudewirtschaft und Tiefbau und der Erneuerung von Trinkwasserleitungen durch die Stadtwerke Warendorf durchgeführt.

Walgernweg Hausanschluss  

     

Auszuführende Arbeiten

 

- Ersetzen des aus dem Jahre 1956 stammenden Betonkanals mit einem Durchmesser von 300 mm. Der vorhandene Kanal ist streckenweise hydraulisch überbelastet und schadhaft

- Neubau eines Mischwasserkanals mit Durchmessern DN 300 bis DN 500 aus PEHD (Polyethylen hoher Dichte). Der neue Kanal teilt sich in 8 Haltungen (Abschnitte zwischen den Schächten) mit Längen von 78,00 m bis 91,00 m auf.

- Erneuerung von ca. 93 Anschlüsse für Grundstücke und Straßeneinläufe

 

Erläuterungen (Stand 19.11.2013)

Der Kanal im Walgernweg wird in zwei Bauabschnitten saniert. Innerhalb des Walgernweges befindet sich ein Hochpunkt im Kanalnetz, von dem aus das Abwasser in westliche Richtung zum Grünen Grund und in östliche Richtung zur Freckenhorster Straße abläuft. Dadurch werden die Arbeitsabschnitte der Baumaßnahme bestimmt, da der Bau entgegen der Fließrichtung erfolgt. Die Leitung zwischen dem Hochpunkt sowie der Straße „Im Grünen Grund" ist  fertig gestellt. Insgesamt 3 Haltungen in Nennweiten von DN 300 in PEHD mit einer Gesamtlänge von 255 m wurden verlegt. An diesen Kanalabschnitt sind 24 Grundstücksanschlüsse, ebenfalls aus PEHD-Rohren mit einem Durchmesser von DN 150 verlegt worden.

Der zweite Bauabschnitt erfolgt von der Freckenhorster Straße bis zu Hochpunkt im Kanalnetz. Hier sind bisher ca. 192 m Kanal DN 500 und ca. 75 m DN 400 in PEHD verlegt worden, die gesamte Länge dieses Abschnittes beträgt 350 m. Aufgeteilt ist diese Abwasserleitung in 5 Haltungen. Hinzu kommen ca. 30 Grundstücksanschlüsse.

Derzeit ist der Walgernweg zwischen Hermannstraße und Breslauer Straße gesperrt.

Nach der ursprünglichen Zeitplanung sollten die örtlichen schon weiter fortgeschritten sein. Verzögerungen sind beim Kanalbau dadurch entstanden, dass die Anschlußsituation einiger Grundstücke unklar war und erst mit dem Freilegen der Anschlussleitungen geklärt werden musste. Das Fehlen von Kontrollschächten oder verdeckte Schächte auf den Grundstücken haben die Anschlussarbeiten zusätzlich verzögert. Da das Abwassersystem komplett in PEHD ausgeführt wird und die Verschweißung der Rohrverbindungen nicht bei fließendem Abwasser durchgeführt werden kann, ist das Absperren der Hausanschlüsse notwendig. Dies ist bei fehlendem Kontrollschacht auf den Grundstücken umständlich und zeitraubend. Ferner sind eine Vielzahl unbekannter alter Versorgungsleitungen und Grabenverrohrungen beim Bau des Kanals gefunden worden, die unterfahren oder herausgenommen werden mussten.

Der Abwasserbetrieb möchte an dieser Stelle nochmal eindringlich darauf hinweisen, dass Kontrollschächte und Rückstausicherungen sinnvoll und notwendig sind, auch um Schäden durch die Überflutung von Kellern auszuschließen. Der neue Kanal wurde nach den geltenden Regelwerken bemessen, ist aber, um wirtschaftlich gebaut und betrieben werden zu können, nicht in der Lage, extreme Regenmengen ohne Einstau abzuführen. Jeder Grundstücks- und Hauseigentümer muss sich daher selbst gegen Schäden aus Rückstau schützen.

Da der vorhandene Mischwasserkanal in der Mitte der Straße verlegt wird, kann es weiterhin zeitweise zu Beeinträchtigungen kommen. Im jeweiligen Baustellenbereich ist der Walgernweg voll gesperrt. Die Verlegung des Kanals wird, sofern die Witterung keine Einstellung der Arbeiten verlangt, voraussichtlich bis Weihnachten fertiggestellt sein.